Alena in Auroville

...mein Abenteuer in Indien
 

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Bamboo Day

Hallo ihr Lieben,


ich dachte es ist mal wieder Zeit in meinen Sri Blog zu schreiben, wie Vincent jetzt sagen würde, seit der nämlich in Indien ist, ist für ihn alles „sri“, also erleuchtet.

Tut mir leid, dass ich solange nichts mehr habe von mir hören lassen, aber es ist viel passiert und sich dazwischen eine Auszeit zu nehmen um das alles in einem kurzen Bericht zusammenzufassen ist mir wirklich schwer gefallen.

Am besten ich fange mal bei der Fashionshow an, die ja die Frucht meiner ersten zwei Arbeitswochen war. Meine Kollektion ist etwa 3 Tage vor dem eigentlichen Bamboo Day fertig geworden und ich dachte damit hätte ich meinen Sold auch erfüllt, was ich zu dem Zeitpunkt nicht wusste, war dass sich bis dahin niemand um die Organisation des ga*nzen Events gekümmert hat. Die Bühne war zwar schon da, aber mehr auch nicht. Kein Plan über Musik, Licht, Moderation, Ablauf...und meine „Models“, also die anderen Weltwärtsler, die sich bereit erklärt haben für mich auf den Catwalk zu gehen wussten auch noch nicht wirklich, wie das ablaufen sollte. Jetzt denkt ihr bestimmt, dass die kommenden Tage stressig geworden sind. Aber nein, eigentlich hatte ich dann nicht mehr viel zu tun, da es leider auch nicht möglich war diese Dinge im Vorraus zu planen. Ich wusste, dass es einen Moderator gibt, jemanden, der das Licht macht und die Bamboo Band bereit war für Hintergrundmusik zu sorgen. „Den Rest sehen wir dann“, hat man mir gesagt.

So und dann war er auch da, der große Tag. Eröffnet haben wir ihn mit einer Zeremonie früh am Morgen, bei der wir symbolisch einen „Living Dome“ gepflanzt haben. Also Bambuspflanzen, die so angeordnet wurden, dass wenn sie mal großgewachsen sind ein Dom aus ihnen entsteht, in den man reinlaufen kann.

Danach ging es weiter zum Aufbau der Marktes vor der Solar Kitchen. Hierfür haben wir einen kleinen Lastwagen organisiert der die Sachen vom Research Center zum Ort des Geschehens bringen sollte. Alles ganz einfach sollte man meinen. Aber trotz Zeitdruck und genauer Angaben standen die Arbeiter in der Gegend rum und schauten Löcher in die Luft statt die Sachen aufzuladen. Meine Aufforderung doch mal was zu tun wurde übergangen und erst als Balu kräftiug auf Tamil geschimpft hat, haben dann alle mit angepackt. Aber man musste wirklich sagen: „Nimm das, trage das da und da hin und lege das genau so rein“, sonst standen sie nur planlos in der Gegend rum. Selbstständiges Arbeiten, so habe ich das Gefühl gehört nicht zu den Stärken der Tamilen.

Nachdem wir bei der Solar Kitchen ankamen ging dann auch das richtige Chaos los. Balu hat mich gefragt, ob ich eine Idee habe, wie man die ganzen Sachen, also Möbel, Lampen und den ganzen Kleinkram anordnen könnte. Ich hab mich dran gemacht die Sachen zusammen mit Andy, Vince und Matthias anzuordnen und das nur dafür, dass die anderen des Teams sie wieder genommen und wo anders hingestellt haben. Und so ging es dann 1,5 Stunden!

Trotz alledem war der Markt ein voller Erfolg und wir haben ganz viel gutes Feedback bekommen. Nun überlegen wir ob wir nach dem Monsun, wenn der normale Samstagsmarkt wieder anfängt auch regelmäßig unseren Stand da aufbauen.

Danach ging es für mich auch gleich weiter zum Visitor Center, wo ich einen Termin mit der Frau hatte, die für unser Licht zuständig war. Die kam dann eine Stunde später, sodass ich die Zeit nutzen konnte um die Bühne zu fegen...abwechslungsreicher Job, muss man schon sagen

Danach ging es mal wieder drunter und drüber, die Einzelheiten des Chaos will ich euch lieber vorenthalten, jedenfalls führte das schließlich dazu, dass das mit dem Hintergrund der Bühne nicht so funktioniert hat, wie wir uns das vorgestellt haben und der Moderator uns auch falsch verstadnen hat und Pausen gemacht hat, wo keine gedacht waren und dazwischen gequatscht hat, wo er nicht sollte. Leas Models konnten dann ihre Performance nicht ganz und Jan hat das Publikum und sich selber zum lachen gebracht, indem er beschlossen hat ne gefühlte halbe Ewigkeit in seiner Yogaposition zu bleiben, bis er schließlich umfiel Lief also nicht alles nach Plan, aber die Liebe die so viele Leute reingesteckt haben, konnte man auf jeden fall sehen und auch hier war das Feedback wieder sehr gut. Ein Freund von Balu hat ihn wohl sogar gerfagt ob er nicht Lust hätte den nächsten Bamboo Day in Chennai zu veranstalten.

Nach dem 13 Stunden Tag habe ich mich dann tierisch auf meine Dusche gefreut und die Abschiedsparty von ein paar Österreichern, die dann auch wunderschön war und ein gelungener Ausklang des Tages.

14.10.10 06:53

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