Alena in Auroville

...mein Abenteuer in Indien
 

Letztes Feedback

Meta





 

Ausflug nach Gingee

Vor zwei Wochen haben wir unseren ersten größeren Ausflug gemacht um die Welt außerhalb der Auroville-Blase kennenzulernen. Ganz früh am Morgen gings dann mit dem Motorrad auf nach Gingee, wo sich einige Festungsanlagen aus dem 16. Jahrhundert befinden. Situiert auf drei Bergen, die miteinander ein Dreieck bilden um das wohl auch mal ein Mauer war hat man von da oben einfach eine geniale Aussicht auf die schöne Landschaft Tamil Nadus. Aber ich fange mal am besten mal von vorne an: Um halb 7 früh gings zusammen mit einer Horde Tamilen, alles Kollegen von Silke gen Gingee. Nach etwa einer halben Stunde ziemlich langsamer Fahrt hat sich dann auch rausgestellt, warum wir denn so trödeln: einer der Tamilen, die mitsollten stand noch unter der Dusche, der anderen hat gefrühstückt. Deswegen sind wir einfach mal sehr langsam einen Umweg gefahren, damit die uns anschließend einholen konnten War aber alles andere als schlimm, weil wir als Entschädigung einfach unheimlich viele tolle Eindrücke bekommen haben: die atemberaubende Landschaft, die sich alle 500 meter geändert hat, das Gewusel auf den Straßen und die Menschen bei ihren täglichen Aufgaben. Ganz viele Farben, Gerüche und Kuriositäten, die ein Gefühl von Glück in mir hervorgerufen haben, das mir vorher fremd war. In Gingee angekommen haben uns Anbu und Co erstmal von Tempel zu Tempel geschleppt und dabei die komischten Bilder gemacht: beim klettern, beim springen, beim tanzen. Später haben wir dann die anderen Weltwärtsler getroffen, die mit dem Bus nachgekommen sind und haben uns gemeinsam Tickets für den King's Fort gekauft, der auf dem größten der drei Berge ist. Statt uns aufzumachen diesen zu besteigen beschlossen unsere tamilischen Freunde erstmal eine Kennenlernrunde am Fuße des Berges zu veranstalten um unter den scharfen Blicken der Affen die um uns saßen solche wichtigen Fragen zu klären wie ob wir verheiratet sind und wenn nicht WIE VIELE Freunde wir zuhause haben. Danach gings auch schon los mit dem beschwerlichen, aber dennoch schönen Weg hinauf zum Fort. Außer uns waren nur ein Paar Indische Besucher und ganz viele Affen da, also kein Tourist weit und breit. Viele indische Familien, denen wir auf dem Weg nach oben begegnet sind haben angefangen zu strahlen, wenn sie meine Kamera gesehen haben und mich dann gebeten ein Familienfoto von ihnen zu machen. Die Dankbarkeit und Freude danach, wenn sie sich auf dem Display sehen konnten war wirklich herzergreifend

Oben angekommen waren wir alle komplett durchgeschwitzt und einfach überglücklich darüber uns endlich in Ruhe hinsetzen und die Aussicht genießen zu können. Zumindest die Europäer unter uns. Für unsere Inder wiederum war es Anlass die Handymusik anzuschmeißen und erstmal eine halbe Stunde wie wild zu tanzen, zu singen und auf die Tempel zu klettern, die da so verstreut rumstanden. Unsere verständnislosen Blicke konnte sie dabei nicht ganz verstehen. Andere Länder, andere Sitten, oder besser: andere Energiereserven Nach einem mindestens genauso beschwerlichen Abstieg waren wir dann heilfroh heim und ins Bett zu kommen. Für Silke, die auf dem Motorad eines Arbeitskollegen mitgefahren ist, ging es dann noch ab nach Tiruvanamalai, noch ein bisschen Tempel gugen

Seit diesem berauschend schönen Tag möchte ich meine Wochenenden eigentlich unbedingt dazu nutzen noch mehr von der Umgebung zu sehen.Aber irgendwie hält einen der Alltagstrott, dem ich hier leider bereits nach 6 Wochen verfallen bin doch fest und es ergibt sich hier und da doch immer wieder irgendwas, das einen vom reisen abhält.

Spätestens im Januar werde ich mich aber der Leichtigkeit des Reisens wieder hingeben und da hält mich dann auch nichts mehr ab. Habe schließlich Urlaub

14.10.10 06:55

bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)


 Smileys einfügen